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Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

Keylab Genomanalytik & Bioinformatik – PD Dr. Alfons Weig

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Neues NGS-Gerät im Keylab

5. März 2026

Ein neues Next Generation Sequenzierungsgerät ist im Keylab Genomanalytik & Bioinformatik angekommen! 

Die Next Generation Sequencing-Plattform (NGS) des Keylabs Genomanalytik & Bioinformatik ist um den MiSeq‑i100, einem NGS-Gerät der neuesten Generation, erweitert worden und steht für Analysen aus Forschungsprojekten an der Uni Bayreuth zur Verfügung. Der MiSeq-i100 der Firma Illumina ist ein sog. benchtop-Format unter den NGS-Geräten und eignet sich insbesondere für Umwelt- und Biodiversitätsforschungsprojekte sowie für die Fragestellungen im Sonderforschungsbereich Mikroplastik.

Der MiSeq‑i100 erweitert die bisher vorhandenen Analysekapazität des seit 2018 im Keylab genutzten Vorgängermodells iSeq‑i100 beträchtlich, weil es längere Leseweiten und höhere Sequenzgenauigkeiten dank der neuesten XLEAP-SBS Chemie von Illumina ermöglicht. Mit dem neuen Gerät können Sequenzlängen bis zu 500bp im single oder paired-end-Modus erzeugt werden. Damit eröffnen sich neue Einsatzmöglichkeiten vor allem in der sog. targeted loci Sequenzierung von längeren Zielsequenzen, die mit bisherigen Geräten nicht durchgeführt werden konnten. Die komplette Sequenzierung längerer metabarcoding-Loci aus Pilzen, Protisten, mikro-Fauna und Flora ist nun auch mit einer sehr viel höheren Genauigkeit möglich. Gerade diese Einsatzgebiete sind für die Schwerpunkte der Ökologie- und Umweltwissenschaften an unserer Universität besonders geeignet.

Gleichzeitig steht nun mit einer Kapazität von bis zu 25 Millionen reads bei Leselängen von 100bp bis 500bp ein Gerät zur Verfügung, das auch für Projekte der molekulargenetischen Grundlagenforschung, wie etwa gene panelsmiRNA/small RNA, oder für Fragestellungen zu nicht-kodierenden RNAs, Genexpressionsregulation oder Genotypisierungen, eingesetzt werden kann.

Das MiSeq‑i100 Gerät wurde mit Infrastrukturmitteln aus dem SFB 1357 „Mikroplastik“ beschafft, um die Schwerpunkt- und Strukturbildung an antragstellenden Hochschulen zu unterstützen (DFG Sonderforschungsbereiche). „Es freut uns sehr, dass wir das MiSeq-i100 Gerät mit Infrastrukturmitteln aus dem SFB 1357 Mikroplastik für das Keylab Genomanalytik & Bioinformatik beschaffen konnten und es somit nun allen etablierten und jungen Forschenden der gesamten Universität Bayreuth zur Verfügung steht“, sagt Christian Laforsch, Sprecher des SFB 1357 Mikroplastik. „Die Verfügbarkeit solcher Geräte mit einer breiten Einsatzpalette in einem Keylab bietet einzigartige Möglichkeiten, diese zum Nutzen von vielen Forschenden aus unterschiedlichen Disziplinen der Lebenswissenschaften zu betreiben, weil deren Beschaffungskosten einerseits für ein einzelnes Labor zu kostspielig, andererseits für einen DFG-Großgeräteantrag zu gering sind“, sagt PD Dr. Alfons Weig, der Leiter des Keylabs Genomanalytik & Bioinformatik an der Universität Bayreuth.

Durch den Betrieb des neuen Gerätes im Keylab Genomanalytik & Bioinformatik wird nicht nur der professionelle Einsatz der NGS-Geräte gewährleistet, sondern auch die vorhergehende Projektplanung sowie die anschließende bioinformatorische Auswertung der Analysedaten an der Universität Bayreuth unterstützt.

Für Fragen steht der Leiter des Keylabs Genomanalytik & Bioinformatik, PD Dr. Alfons Weig zur Verfügung.

Weitere Informationen zum MiSeq-i100 finden sie hier!

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